Eine Hebamme bekommt selbst ein Kind:danke für die Glückwünsche! Jetzt habe ich zwei Traummänner. Wie gut, dass ich mich nicht entscheiden muss, sondern einfach genießen darf :-) Jesus hat uns so reich beschenkt.
nein, es war keine Hausgeburt. Hatte es mir überlegt, aber wir wohnen so abgelegen, dass wenn etwas wäre, uns der Notarzt erst suchen müsste und der Weg ins Krankenhaus sehr weit. Außerdem habe ich zu viel gesehen und weiß eben auch was schief gehen kann. Im Nachhinein war die Entscheidung auch mehr wie richtig, denn es war für uns beide recht knapp und wir sind so dankbar, dass wir jetzt nach einer längeren Zeit im Krankenhaus wieder gesund daheim sein dürfen.
Übrigens hatten wir ein echt schönes Erlebnis während der Geburt. In der Schwangerschaft hatte ich nochmal das Buch: "Heilkraft durch verdünnen- Homöopathie" gelesen, da es einfach immer wieder Thema ist man für recht dumm erklärt wird, wenn man eben keine Globulis schluckt.
Dann kam die Geburt und es war sehr lange, schwierig und zäh und irgendwann wusste ich, dass ich wohl im OP bei einem Kaiserschnitt landen werde, wenn Gott nicht eingreift. Dann kam meine Kollegin, sie wüsste jetzt auch nicht mehr recht weiter, die Möglichkeiten sind ausgeschöpft, außer ich würde jetzt endlich die Globulis schlucken, das sei jetzt das letzte, was sie noch wüsste. Mein Mann und ich schauten uns an und in mir ging der Kampf los. Ich wollte doch so gerne spontan gebären und wusste, es fehlen einfach gute Wehen und dazu kam, dass ich genau wusste, die Globulis würden helfen, aber wir waren ja Christen. Nach kurzen harten Ringen beschlossen wir, dass unser Glaube wichtiger ist, wie eine normale Geburt und legten es in Jesu Hände und bat ihn einfach, zu unsere Entscheidung und zu seinen Kindern zu stehen und zu segnen.
Ich wusste, dass meine Kolleginnen mich alles andere als verstanden und ich mal wieder für recht dumm wegen der Homöopathie dastand und sogar eine OP vorzog. Was wir nicht wussten, dass zur gleichen Zeit meine Geschwister zusammen saßen und für uns beteten. Und kurz nach unserer Entscheidung und Gebet war es, wie wenn ein Hebel umgelegt wurde. Ich bekam gute Wehen, hatte selber plötzlich noch eine weitere Idee, was man machen könnte, dass der Schlingel sich richtig dreht und eine Stunde später war er dann spontan und gesund geboren. Ist das nicht schön zu merken, wie Gott zu den seinen steht? Wir können einfach nur staunen und meine Kolleginnen über den außergewöhnlichen Verlauf ebenso.
Montag, 11. Juli 2011
Dienstag, 16. Januar 2007
Alternative Heilverfahren
Christiane Barth, freiberufliche Hebamme:"Durch meine Arbeit setze ich mich fast täglich mit dem Thema Alternative Heilverfahren auseinander. Ein Großteil der Frauen und Kolleginnen sind sich des zumeist esoterischen Hintergrundes nicht bewusst."
Beispiel: In einer Hausgeburtsfamilie fieberte das Neugeborene am dritten Lebenstag. Die Eltern riefen den Kinderarzt an, und es traf sich, dass dieser zur gleichen Zeit wie ich einen Hausbesuch machte. Zur Diagnosestellung sollte nun die Mutter ihr Kind in den einen Arm nehmen, ihren anderen Arm ausstrecken. Der Arzt begann eine kinesiologische Befragung, um herauszufinden, woher das Fieber kam. Die richtige Antwort sollte durch nicht willentlich beeinflussbares Heben bzw. Senken des ausgestreckten Armes kommen. Die Diagnose fiel auf Harnwegsinfekt, Behandlung homöopathisch; wichtig wäre noch, das Bett umzustellen, wegen negativen Wasseradern.
Die Eltern, eigentlich sehr offen für Esoterik, waren nach diesem Hausbesuch sehr geschockt, wussten nach wie vor nicht, wie sie sich jetzt verhalten sollten, befolgten aus Sorge alle Ratschläge, wechselten aber trotzdem zu einem anderen Kinderarzt. In der Zwischenzeit machten wir Wadenwickel bei ihrem Baby, um das Fieber zu senken.
Das Kind entwickelte sich in der nächsten Zeit zu einem Schreikind, die Mutter wurde depressiv.
Dieses und andere Erlebnisse in esoterisch geprägten Haushalten bestärkten mich in meinem Verzicht auf fragwürdige alternative Heilverfahren.
Beim Blick in Fachzeitschriften für Hebammen bekommt man den Eindruck, ohne Yoga, Homöopathie, Bachblüten, Qi Gong, Akupunktur, usw. könne der Hebammenberuf heute gar nicht mehr ausgeübt werden.
Als überzeugte Christin bin ich hier anderer Meinung. Die genannten Methoden entnehmen ihre Wirkung einem okkulten, kosmischen Bereich, deshalb verzichte ich auf ihre Anwendung. Stattdessen biete ich den von mir betreuten Frauen an, für sie und ihre Kinder zu beten. Ich nehme mir Zeit für Gespräche, um die Ursache eines Problems zu entdecken. Wenn die Geburt näher rückt, erkläre ich den Frauen im Geburtsvorbereitungskurs z.B., dass Gott sie mit einem Weichmacherhormon für die Zeit der Geburt ausgestattet hat; das nimmt ihnen häufig die Ängste. Kaum eine Geburt verläuft schmerzfrei, doch Gott schenkt jeder Frau die Kraft für ihren Geburtsverlauf. Ich kann die Schmerzen nicht wegnehmen, aber durch eine liebevolle Betreuung und gute Geburtshilfe erleichtern.
In ca. sieben Jahren als freiberufliche Hebamme mit über siebzig Hausgeburten habe ich mir das so wichtige Hebammenhandwerk gut angeeignet. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein harmonischer Schwangerschaft-, Geburts- und Wochenbettsverlauf nicht von abgehobenen Heilmethoden abhängig ist. Wenn nötig setze ich pflanzliche Wirkstoffe (keine homöopathischen Mittel oder Bachblüten) ein. Wir möchten interessierte Hebammen und Frauen zu einem offenen Austausch über Erfahrungen rund um die Geburt anregen. Insbesondere wollen wir über die Anwendung von alternativen Heilmethoden ins Gespräch kommen, sowie unbedenkliche „Alternativen zu den Alternativen“ geben.
Beispiel: In einer Hausgeburtsfamilie fieberte das Neugeborene am dritten Lebenstag. Die Eltern riefen den Kinderarzt an, und es traf sich, dass dieser zur gleichen Zeit wie ich einen Hausbesuch machte. Zur Diagnosestellung sollte nun die Mutter ihr Kind in den einen Arm nehmen, ihren anderen Arm ausstrecken. Der Arzt begann eine kinesiologische Befragung, um herauszufinden, woher das Fieber kam. Die richtige Antwort sollte durch nicht willentlich beeinflussbares Heben bzw. Senken des ausgestreckten Armes kommen. Die Diagnose fiel auf Harnwegsinfekt, Behandlung homöopathisch; wichtig wäre noch, das Bett umzustellen, wegen negativen Wasseradern.
Die Eltern, eigentlich sehr offen für Esoterik, waren nach diesem Hausbesuch sehr geschockt, wussten nach wie vor nicht, wie sie sich jetzt verhalten sollten, befolgten aus Sorge alle Ratschläge, wechselten aber trotzdem zu einem anderen Kinderarzt. In der Zwischenzeit machten wir Wadenwickel bei ihrem Baby, um das Fieber zu senken.
Das Kind entwickelte sich in der nächsten Zeit zu einem Schreikind, die Mutter wurde depressiv.
Dieses und andere Erlebnisse in esoterisch geprägten Haushalten bestärkten mich in meinem Verzicht auf fragwürdige alternative Heilverfahren.
Beim Blick in Fachzeitschriften für Hebammen bekommt man den Eindruck, ohne Yoga, Homöopathie, Bachblüten, Qi Gong, Akupunktur, usw. könne der Hebammenberuf heute gar nicht mehr ausgeübt werden.
Als überzeugte Christin bin ich hier anderer Meinung. Die genannten Methoden entnehmen ihre Wirkung einem okkulten, kosmischen Bereich, deshalb verzichte ich auf ihre Anwendung. Stattdessen biete ich den von mir betreuten Frauen an, für sie und ihre Kinder zu beten. Ich nehme mir Zeit für Gespräche, um die Ursache eines Problems zu entdecken. Wenn die Geburt näher rückt, erkläre ich den Frauen im Geburtsvorbereitungskurs z.B., dass Gott sie mit einem Weichmacherhormon für die Zeit der Geburt ausgestattet hat; das nimmt ihnen häufig die Ängste. Kaum eine Geburt verläuft schmerzfrei, doch Gott schenkt jeder Frau die Kraft für ihren Geburtsverlauf. Ich kann die Schmerzen nicht wegnehmen, aber durch eine liebevolle Betreuung und gute Geburtshilfe erleichtern.
In ca. sieben Jahren als freiberufliche Hebamme mit über siebzig Hausgeburten habe ich mir das so wichtige Hebammenhandwerk gut angeeignet. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein harmonischer Schwangerschaft-, Geburts- und Wochenbettsverlauf nicht von abgehobenen Heilmethoden abhängig ist. Wenn nötig setze ich pflanzliche Wirkstoffe (keine homöopathischen Mittel oder Bachblüten) ein. Wir möchten interessierte Hebammen und Frauen zu einem offenen Austausch über Erfahrungen rund um die Geburt anregen. Insbesondere wollen wir über die Anwendung von alternativen Heilmethoden ins Gespräch kommen, sowie unbedenkliche „Alternativen zu den Alternativen“ geben.
Labels:
Akupunktur,
Alternative Heilverfahren,
Bachblüten,
Hebamme,
Homöopathie,
Qi Gong
Abonnieren
Posts (Atom)